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Cadmiumtellurid

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[6] ggf. erweitert[5]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Achtung
H- und P-Sätze H:
  • Gesundheitsschädlich bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen.
  • Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
P:
  • Einatmen von Staub / Rauch / Gas / Nebel / Dampf / Aerosol vermeiden.
  • Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
  • Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz/ Gehörschutz/ … tragen.
  • Bei Berührung mit der Haut: Mit viel Wasser / … waschen.(Die vom Gesetzgeber offen gelassene Einfügung ist vom Inverkehrbringer zu ergänzen
  • Bei Einatmen: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • Bei Unwohlsein Giftinformationszentrum, Arzt oder … anrufen.
  • Verschüttete Mengen aufnehmen.
[5]
MAK 0,1 mg/m3 (bezogen auf Te)[1]

Cadmiumtellurid (CdTe) ist eine kristalline Verbindung aus der Gruppe der Telluride, die aus Cadmium und Tellur mit einer (kubischen) Zinkblende-Kristallstruktur (Raumgruppe F43m (Raumgruppen-Nr. 216)) gebildet wird. In seiner kristallinen Form ist es ein direkter II-VI-Halbleiter. CdTe ist auch ein gutes Solarzellenmaterial. Es wird normalerweise als Schichtstruktur mit Cadmiumsulfid verwendet, um einen pn-Übergang, z. B. für eine Solarzelle oder Fotodiode, zu bilden.

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Cadmiumtellurid
_ Cd2+ 0 _ Te2−
Allgemeines
Name Cadmiumtellurid
Andere Namen Irtran-6
Verhältnisformel CdTe
Kurzbeschreibung geruchloser schwarzer Feststoff[1]
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Extern 1306-25-8
EG-Nummer 215-149-9
ECHA-InfoCard Extern 100.013.773
PubChem Extern 91501
ChemSpider Extern 82622
Eigenschaften
Molare Masse 240,01 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 5,85 g/cm3[2]
Schmelzpunkt 1092 °C[3]
Siedepunkt 1121 °C[4]
Löslichkeit nahezu unlöslich in Wasser[1]

Verwendung

CdTe ist ein Absorbermaterial für Solarzellen.[7] Obwohl das Rohmaterial deutlich teurer ist als Silicium, können Dünnschichtsolarzellen preiswerter hergestellt werden, da die benötigte Menge CdTe, um dieselbe Absorption wie bei Silicium zu erreichen, um Größenordnungen kleiner ist. CdTe als Mischkristall mit Quecksilbertellurid HgTe bildet ein vielseitiges Infrarotdetektormaterial (Hg,Cd)Te. CdTe als Mischkristall mit Zinktellurid ZnTe bildet ein ausgezeichnetes Röntgen- und Gammastrahlungsdetektormaterial (Cd,Zn)Te.

CdTe wird als Material für optische Fenster und Linsen im Infrarotbereich verwendet, wobei es aber nur einen kleinen Anwendungsbereich hat. Sein Einsatz wird durch seine gesundheitsschädliche Einstufung begrenzt, so dass nur wenige Optikhersteller mit CdTe arbeiten. Eine frühe Form von CdTe für den IR-Gebrauch wurde unter dem inzwischen überholten Handelsnamen Irtran-6 vermarktet.

CdTe wird auch als elektrooptischer Modulator verwendet. Es hat den höchsten elektrooptischen Koeffizienten des linear-elektrooptischen Effektes unter allen II-VI-zusammengesetzten Kristallen {\displaystyle \left(r_{41}=r_{52}=r_{63}=6{,}8\cdot 10^{-12}\mathrm {\frac {m}{V}} \right)}.

Eigenschaften

Hochreines Cadmiumtellurid CdTe für Halbleiteranwendungen

Physikalische Eigenschaften

Thermische Eigenschaften

Elektronische Eigenschaften

Optische Eigenschaften

CdTe ist im Infrarotbereich (von nahe an seiner Bandabstandsenergie (= 795 nm) bis zu Wellenlängen größer als 20 µm) transparent. Der Brechungsindex ist 2,649 bei 10 µm.

Chemische Eigenschaften

CdTe ist sehr wenig löslich in Wasser. Es wird durch viele Säuren einschließlich Salz- und Bromwasserstoffsäure zersetzt und bildet (giftiges) Tellurwasserstoffgas.

Sicherheitshinweise

Cadmiumtellurid ist gesundheitsschädlich. Die größte Gefahr besteht – mit bis zu 90 % Resorptionsrate – bei der Aufnahme von Feinstaub über die Atemwege; die Aufnahmerate über den Magen-Darm-Trakt liegt dagegen bei nur etwa 5 %.[5]

Einzelnachweise

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  1. Hochspringen nach: a b c Datenblatt Extern Cadmiumtellurid bei TermoFisher, abgerufen am 6. Januar 2026.
  2. Peter Capper: Properties of Narrow Gap Cadmium-Based Compounds. 1994, ISBN 0-85296-880-9 (englisch).
  3. R. F. Brebrick: Thermodynamic modeling of the Hg-Cd-Te and Hg-Zn-Te systems. In: Journal of Crystal Growth. Band 86, Nr. 1, 1988, S. 39–48, doi: Extern 10.1016/0022-0248(90)90696-I.
  4. Extern Sicherheitsdatenblatt (testbourne) (vom 15. Februar 2010 im Internet Archive)
  5. Hochspringen nach: a b c Eintrag zu Extern Cadmiumtellurid in der GESTIS-Stoffdatenbank des Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, abgerufen am 6. Januar 2026. (JavaScript erforderlich)
  6. Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Extern Cadmium compounds in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am am 06. Januar 2025. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung Extern erweitern.
  7. Extern Novel Techniques Examine Solar Cells with Nanoscale Precision. NIST, 9. Juni 2017, abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).
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Basierend auf einem Artikel in: Extern Wikipedia.de
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 06.01. 2026