Cadmiumtellurid
| Sicherheitshinweise | ||||||||
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| MAK | 0,1 mg/m3 (bezogen auf Te)[1] | |||||||
Cadmiumtellurid (CdTe) ist eine kristalline Verbindung aus der Gruppe der Telluride, die aus Cadmium und Tellur mit einer (kubischen) Zinkblende-Kristallstruktur (Raumgruppe F43m (Raumgruppen-Nr. 216)) gebildet wird. In seiner kristallinen Form ist es ein direkter II-VI-Halbleiter. CdTe ist auch ein gutes Solarzellenmaterial. Es wird normalerweise als Schichtstruktur mit Cadmiumsulfid verwendet, um einen pn-Übergang, z. B. für eine Solarzelle oder Fotodiode, zu bilden.
| Kristallstruktur | ||
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| _ Cd2+ _ Te2− | ||
| Allgemeines | ||
| Name | Cadmiumtellurid | |
| Andere Namen | Irtran-6 | |
| Verhältnisformel | CdTe | |
| Kurzbeschreibung | geruchloser schwarzer Feststoff[1] | |
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||
| CAS-Nummer | | |
| EG-Nummer | 215-149-9 | |
| ECHA-InfoCard | | |
| PubChem | | |
| ChemSpider | | |
| Eigenschaften | ||
| Molare Masse | 240,01 g/mol | |
| Aggregatzustand | fest | |
| Dichte | 5,85 g/cm3[2] | |
| Schmelzpunkt | 1092 °C[3] | |
| Siedepunkt | 1121 °C[4] | |
| Löslichkeit | nahezu unlöslich in Wasser[1] | |
Verwendung
CdTe ist ein Absorbermaterial für Solarzellen.[7] Obwohl das Rohmaterial deutlich teurer ist als Silicium, können Dünnschichtsolarzellen preiswerter hergestellt werden, da die benötigte Menge CdTe, um dieselbe Absorption wie bei Silicium zu erreichen, um Größenordnungen kleiner ist. CdTe als Mischkristall mit Quecksilbertellurid HgTe bildet ein vielseitiges Infrarotdetektormaterial (Hg,Cd)Te. CdTe als Mischkristall mit Zinktellurid ZnTe bildet ein ausgezeichnetes Röntgen- und Gammastrahlungsdetektormaterial (Cd,Zn)Te.
CdTe wird als Material für optische Fenster und Linsen im Infrarotbereich verwendet, wobei es aber nur einen kleinen Anwendungsbereich hat. Sein Einsatz wird durch seine gesundheitsschädliche Einstufung begrenzt, so dass nur wenige Optikhersteller mit CdTe arbeiten. Eine frühe Form von CdTe für den IR-Gebrauch wurde unter dem inzwischen überholten Handelsnamen Irtran-6 vermarktet.
CdTe wird auch als elektrooptischer Modulator verwendet. Es hat den höchsten elektrooptischen Koeffizienten des
linear-elektrooptischen Effektes unter allen II-VI-zusammengesetzten Kristallen
.
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
- Gitterkonstante: 0,648 Nanometer an 300 K
- Elastizitätsmodul: 52 GPa
- Poissonzahl: 0,41
Thermische Eigenschaften
- Wärmeleitfähigkeit: 6,2 W/(m K) bei 293 K
- Spezifische Wärmekapazität: 210 J/(kg K) bei 293 K
- Thermischer Ausdehnungskoeffizient: 5,9×10−6/K bei 293 K
Elektronische Eigenschaften
- Der direkte Bandabstand ist 1,56 eV bei 300 K.
- effektive Masse des Elektrons 0,11 me
- effektive Masse des Lochs 0,4 me
Optische Eigenschaften
CdTe ist im Infrarotbereich (von nahe an seiner Bandabstandsenergie (= 795 nm) bis zu Wellenlängen größer als 20 µm) transparent. Der Brechungsindex ist 2,649 bei 10 µm.
Chemische Eigenschaften
CdTe ist sehr wenig löslich in Wasser. Es wird durch viele Säuren einschließlich Salz- und Bromwasserstoffsäure zersetzt und bildet (giftiges) Tellurwasserstoffgas.
Sicherheitshinweise
Cadmiumtellurid ist gesundheitsschädlich. Die größte Gefahr besteht – mit bis zu 90 % Resorptionsrate – bei der Aufnahme von Feinstaub über die Atemwege; die Aufnahmerate über den Magen-Darm-Trakt liegt dagegen bei nur etwa 5 %.[5]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Hochspringen nach: a b c
Datenblatt
Cadmiumtellurid
bei TermoFisher, abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Peter Capper: Properties of Narrow Gap Cadmium-Based Compounds. 1994, ISBN 0-85296-880-9 (englisch).
- ↑ R. F. Brebrick: Thermodynamic modeling of the Hg-Cd-Te and Hg-Zn-Te systems. In:
Journal of Crystal Growth. Band 86,
Nr. 1, 1988, S. 39–48,
doi:
10.1016/0022-0248(90)90696-I.
- ↑
Sicherheitsdatenblatt (testbourne)
(vom 15. Februar 2010 im Internet Archive)
- ↑ Hochspringen nach: a b c Eintrag zu
Cadmiumtellurid in der GESTIS-Stoffdatenbank des Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, abgerufen am 6. Januar 2026. (JavaScript erforderlich)
- ↑ Nicht explizit in Verordnung (EG)
Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag
Cadmium compounds in der Datenbank ECHA CHEM der
Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am am 06. Januar 2025. Hersteller bzw.
Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung
erweitern.
- ↑
Novel
Techniques Examine Solar Cells with Nanoscale Precision. NIST, 9. Juni 2017, abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).


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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 06.01. 2026