Burgau
Burgau war ein, 1922 eingemeindetes Dorf, südlich von Jena am linken Saaleufer.
Der Ort wird 1275 erstmalig urkundlich erwähnt.
Saalebrücke
Die natürlichen Verhältnisse erlauben an dieser Stelle seit altersher ein Flußquerung (Furt).
Auf dem Sandsteinfelsen sind bronzezeitliche Siedlungen schon vor über 2000 Jahren belegbar. Vermutlich schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde dann hier zur Sicherung des Saaleübergangs die Burgauer Burg von den Herren von Lobdeburg erbaut. Bei der Familienteilung 1216 gelangte sie an den gerade entstehenden Zweig der Herren von Burgau. Dieser wohnte in Lobeda und besaß Lobeda, Burgau sowie zahlreiche Ländereien um Jena. Nach dem Verkauf Anfang des 14. Jahrhunderts an den Markgrafen von Meißen wurde die Burg 1383 Sitz des Amtes Burgau - des ersten wettinischen Verwaltungsamtes. Im Sächsischen Bruderkrieg ist sie 1450 belagert, in Brand gesetzt und danach nur notdürftig wiederaufgebaut worden. Die schlossartige Anlage gehörte zum Rittergut Burgau.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie erneut angezündet später als Baumaterialspender genutzt und verfiel bis zum vollständigen Abbruch 1755. Nur der Burggraben und einige wenige Grundmauern in einem privaten Garten zeugen von der stattlichen ehemaligen Burganlage.

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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 01.03. 2026